Der Bundesverband Freier Radios ist der Zusammenschluss nichtkommerzieller Hörfunkinitiativen in der Bundesrepublik.
Der Bundesverband Freier Radios ist der Zusammenschluss nichtkommerzieller Hörfunkinitiativen in der Bundesrepublik.
Am 13. Juni wurde der seit 3 Jahren anhängige Streit über die Förderung der Sende- und Leitungskosten für die Verbreitung des Programmes coloRadio zwischen der Radioinitiative Dresden e.V. und der Sächsischen Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (SLM) vor Gericht entschieden. Mit dem Urteil wird die SLM verpflichtet, den Antrag aus dem Jahr 2009 neu zu bescheiden. Das Gericht folgte der Auffassung der Klägerin, wonach gerechte
Verfahrensgrundsätze für die Verteilung der Fördermittel an verschiedene Antragsteller durch die SLM nicht erkennbar seien.
BFR Mitglied Radio Z freut sich über die Verleihung des Bayerischen Integrationspreises (Sonderpreis) 2013 an die Z-International-Redaktionen durch das Bayerische Sozialministerium.
Mit diesem Preis trägt das Sozialministerium der besonderen Bedeutung von Radio Z Rechnung – unter anderem als Community Media-Hörfunksender für migrantische Menschen im Großraum Nürnberg / Fürth / Erlangen. Hier leben laut Stadtstatistiken über 126.000 Menschen mit Migrationshintergrund. Für diesen Personenkreis ist es teils immer noch schwierig, in der hiesigen Gesellschaft Fuß zu fassen und ein Forum für ihre spezielle Situation zu schaffen.
Im Rahmen des 22. Landespresseball wurde am 31. Mai Carsten Rose von Radio F.R.E.I. mit dem Thüringer Journalistenpreis ausgezeichnet.
Zum zwölften Mal wurde während des Landespresseballs im Kaisersaal der Thüringer Journalistenpreis des Deutschen Journalisten-Verbands verliehen. Preisträger ist in diesem Jahr der Radiojournalist Carsten Rose von Radio F.R.E.I. Erstmals nahm damit der Vertreter eines Freien Radios diesen Preis entgegen.
Der Thüringer Journalistenpreis honoriert nicht nur die fachliche Leistung der Preisträger sondern auch ihr Wirken über ihren Beruf hinaus. Es werden Personen geehrt deren Werken und Wirken einen hohen gesellschaftlichen Nutzen haben.
Der Bundesverband Freier Radios (BFR) begrüßt die Initiative der nordrhein-westfälischen Landesregierung die anstehende Novellierung des Landesmediengesetzes in NRW mit einer Online-Konsultation unter dem Titel "Vielfalt, Partizipation und Transparenz" einzuleiten.
Insbesondere die Regulierung für den dortigen Bürgerfunk (Abschnitt VI Medienkompetenz, Bürgermedien und Mediennutzerschutz, § 39 und § 40) bedarf einer dringenden Überarbeitung. Wiederholt haben wir darauf hingewiesen, dass seit der Novellierung des LMG NRW 2007 durch die damalige CDU/FDP-Landesregierung die Arbeit des Bürgerfunks stark beschnitten und vielerorts faktisch abgeschafft wurde. Die aktuelle Positionen des Landesverband Bürgerfunk NRW e. V. zur LMG-Novelle und der darin enthaltenen Forderung nach einer Vorverlegung der Sendezeit unterstützen wir, kann aber nur ein erster Schritt sein.
Am 23. März 2013 kam es zu einem gewalttätigen Übergriff durch die Polizei auf einen Journalisten des BFR-Mitgliedsradios FSK - Freies Sender Kombinat in Hamburg bei laufender Berichterstattung und mit anschließender Verhaftung. Der Bundesverband Freier Radios protestiert auf das Schärfste gegen diesen wiederholten und massiven Angriff auf die Rundfunkfreiheit und die unabhängige Berichterstattung seitens der Hamburger Polizei. Erst am 20. August 2011 kam es zu einem ähnlichen Vorfall. Erinnert sei auch an die Hausdurchsuchung beim FSK 2003, die später vom Bundesverfassungsgericht als verfassungswidrig eingestuft wurde. Der BFR befürwortet die Forderung des FSK, dass das skandalöse, wiederholte und gewalttätige Vorgehen der Polizei gegen den Journalisten und gegen den Sender von der Hamburger und auch der bundesdeutschen Öffentlichkeit nicht einfach hingenommen werden darf. Mehr Infos gibt es in der FSK-Pressemitteilung, die wir hier dokumentieren:
Nach dem Protest des BFR im Februar 2013 in einem Offenen Brief an die Bayerische Medienanstalt für Neue Medien (BLM) zur Kürzung der Programmförderung für unser Mitglied Radio Z in Nürnberg, kommt nun weitere Unterstützung aus den Städten.
Die Stadträte von Fürth und Erlangen beschlossen in den Sitzungen vom 20. und 21. März 2013 einhellig eine Resolution zur gesetzlichen Anerkennung von Community Media und Erklärungen gegen die finanziellen Kürzungen von Radio Z. Auch die Oberbürgermeister der Städte Nürnberg und München stellten sich in zwei Schreiben hinter die Forderungen der Kampagne "Medienvielfalt für Bayern".
Sehr geehrte Damen und Herren,
der Bundesverband Freier Radios (BFR) protestiert gegen die Entscheidung des Medienrates der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM), die Programmförderung für das BFR-Mitglied Radio Z in Nürnberg in diesem Jahr um 20 %, bzw. ca. 5.000 € zu kürzen. Das bayerische Mediengesetz bedarf dringend einer Neufassung zugunsten der Anerkennung und solider Finanzierung von Bürger- und Alternativmedien.
Die beste Gelegenheit Radiomachende aus anderen Bundesländern oder den angrenzenden Ländern kennen zu lernen, gibt es alljährlich beim Radiocamp am Bodensee. Organisiert wird die Veranstaltung mit zahlreichen Radioworkshops vom Verband Freier Radios in Baden-Württemberg. Hier sind alle wichtigsten Infos.
In einer Sitzung des bayerischen Landesmedienrats vom 07.02.2013 wurde beschlossen, die Programmförderung für den Freien Radiosender RADIO Zin Nürnberg – einen von nur zwei Freien Sendern in Bayern – um 20 % zu kürzen. Eine Begründung dafür fehlt bisher.
Trotz eines Rekordhaushalts der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM) im Umfang von rund 38 Millionen Euro wurden die Zuschüsse im Rahmen der Programmförderung für Radio Z – einem von nur zwei Community-Radio-Sendern in ganz Bayern - gekürzt.
Das Signal, das der Medienrat der BLM mit dieser Entscheidung aussendet: Bayern missachtet den von der Fachwelt anerkannten gesellschaftlichen Mehrwert, durch den die mit ehrenamtlichem Engagement betriebenen Bürgermedien die Medienlandschaft bereichern.
Radio Dreyeckland (RDL) in Freiburg hat die Hausdurchsuchungen bei freien Journalisten in Freiburg, Frankfurt und Berlin am 6. Februar 2013 auf das Schärfste verurteilt. In einer am selben Tag veröffentlichten Pressemitteilung heißt es:
"Gerade angesichts der Tatsache, dass Journalist_innen heute zunehmend freiberuflich tätig sind und dadurch häufig nicht den Schutz eines institutionell umgrenzten Redaktionsraums in Anspruch nehmen können, ist der Schutz auch ihrer privaten Arbeitsräume zur Verteidigung der Pressefreiheit unerlässlich. Wir verstehen die heutigen Hausdurchsuchungen nicht nur als Angriff auf die einzelnen betroffenen Journalisten, sondern auch auf Radio Dreyeckland selbst, das deren Fotos in der Vergangenheit mehrfach genutzt hat, und schließlich als einen Angriff auf die Pressefreiheit ingesamt. Wir fordern die sofortige Herausgabe aller beschlagnahmten Materialien."
Auf der RDL Webseite wurden weitere Informationen zusammengetragen und auch ein Interview mit einem der Betroffenen veröffentlicht.
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