Die mabb hat am 9. Dezember 2025 eine Studie zu den Profilen der nichtkommerziellen Radios in Berlin und Brandenburg herausgegeben. Für alle 13 Veranstalter wurde eine qualitative und quantitative Erfassung und Analyse des Musik- und Wort-Programms erstellt. Die Musikprogramme wurden anhand der sprachlichen Vielfalt eingeordnet, das Wort-Programm anhand der Wort-Vielfalt und der zu Wort kommenden Akteure und Akteurinnen. Die Analyse umfasst auch journalistische Beitragsformen und die regionale und thematische Ausrichtung der Programme. Die strukturierten Profil-Beschreibungen wurden jeweils ergänzt durch grafische Visualisierungen.
Die vollständige Analyse kann hier bei der Medienanstalt Berlin Brandenburg (mabb) heruntergeladen werden.
Quelle: mabb veröffentlicht Studie zu nichtkommerziellen Radioprogrammen, 9. Dezember 2025
Gegenwärtig wird in Europa deutlich, wie groß die Abhängigkeit von monopolhaften US-Anbietern ist. Diese sehen sich nicht als Medienherausgeber und wollen in diesem Sinne auch keine Verantwortung für ihre Rolle in einem demokratischen Diskursprozess übernehmen. Vorherrschendes Geschäftsmodell ist der Handel mit und die Verwertung von personenbezogenen Daten, was oft mit der Verletzung von Persönlichkeitsrechten einhergeht. Das Diktat der Nutzungsbedingungen dieser Plattformen gibt auch die Art der Kommunikation vor, mit bisher vielfach negativen Auswirkungen auf den demokratischen Diskurs. Leider werden in dieser Diskussion die enormen demokratischen Potentiale einer Öffnung der Mediensektoren hin zu breiterer zivilgesellschaftlicher Teilhabe weitgehend ausgeklammert. Daher dominiert in der öffentlichen, medienpolitischen Debatte in Europa vor allem eine protektionistische Haltung, die sich der Perpetuierung des bestehenden, aber längst nicht mehr zeitgemäßen, Regulierungsrahmens von Massenmedien verschrieben hat. Damit soll in erster Linie der europäische Medienmarkt vor den US-amerikanischen Konzernen wie etwa Facebook oder Youtube „verteidigt“ und national festgefahrene Strukturen erhalten werden.
Dementgegen wirft der bereits weit fortgeschrittene Medienwandel aber generell völlig neue und weitgehend undiskutierte Fragen für zukünftige Konzepte der Medienpartizipation auf, etwa was die Nutzung und Rolle von Communitymedien betrifft, aber auch, wohin sich aufgrund geänderten Nutzungsverhaltens insbesondere Broadcasting-Medien technologisch entwickeln werden und welche Auswirkungen dies auf Formate, Darstellungsformen wie auch auf künstlerische Äußerung haben wird.
Mit „Building a European Digital Public Space – Strategies for taking back control from Big Tech platforms” hat CBA-Vorsitzender Alexander Baratsits eine Sammlung von Aufsätzen von wissenschaftlichen Expert:innen und Aktivist:innen aus dem Bereich der öffentlich-rechtlichen sowie der nicht-kommerziellen Medien herausgegeben. Diese Publikation setzt sich mit der Frage auseinander, wie ein öffentlicher demokratischer Diskurs in der digitalisierten Wirklichkeit etabliert werden kann.
Das Institut für Medien, Wissen und Kommunikation der Universität Augsburg hat am 15. April 2022 im Auftrag von Freies Radio Fratz Flensburg und Freies Radio Neumünster ein Wissenschaftliches Kurzgutachten zum Finanzbedarf nichtkommerzieller Radios erstellt. Untersucht wurde der Public Value von nichtkommerziellen Lokalradios anhand der ihnen gesetzlich zugedachten Aufgaben und der staatsferne Förderbedarf zur Sicherung des Bestands.
Das Gutachten kann hier bei der Universität Augsburg heruntergeladen werden.
Originalquelle: Der Public Value nichtkommerzieller Lokalradios (2022).
Der Verband Freier Radios hat rechtliche Grundlagen, Nutzungsbarrieren und Lösungsansätze zur Onlinearchivierung zusammengefasst. Unter Mitarbeit von Joachim Losehand und Alexander Baratsits veröffentlicht der Verband eine Studie, die einen Beitrag dazu leisten will, aufzuzeigen, wie die kostenfreie Archivierung und Zugänglichmachung von Radiosendungen im Netz rechtssicher und rechtskonform umsetzbar ist.
Die vorgestellte Analyse zeigt, dass immer mehr Menschen die Angebote von freien Radios & TV-Sendern nutzen und, dass der sogenannte dritte Mediensektor zu einem unverzichtbaren Teil der oberösterreichischen Medienlandschaft geworden ist. Umfangreiches Datenmaterial zu Bekanntheit und Reichweite, aber auch zur HörerInnenstruktur sowie zu Programmcharakteristika und Potenziale wird zur Verfügung gestellt. Hier geht's zum PDF-Download.