Öffentlichkeit, Kultur und Medienstruktur

Föllmer, Golo/Thiermann, Sven (Hg.) (2006): Relating Radio. Communities, Aesthetics. Access. Beiträge zur Zukunft des Radios, Leipzig.

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Entdeckungen und Argumente zur Geschichte des Mediums Radios, Fragen nach heutiger Zugänglichkeit, der Funktion des Mediums für Communities oder die Verarbeitung des 'Prinzips Radio' in künstlerischen Kontexten: Diese Fragen wurden auf der gleichnamigen Tagung im Herbst 2006 in Halle/S. diskutiert und in diesem Buch in einer erweiterten Form zugänglich gemacht. Mit Beiträgen von Douglas Kahn, Anna Friz, Hans J. Kleinsteuber, Joanne Richardson, LIGNA, Wolfgang Hagen, Dieter Daniels u.a.

Peel, John; Ravenscroft, Sheila (2005): Margrave of the Marshes, London.

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John Peel, ja auch der ... Das Buch, eine Art Memoiren seines Lebens, ist natürlich für alle Radiointeressierte eine feine Fundgrube, auch wenn es letzlich speziell um die BBC geht. HörerInnen von BFR-Radios ist Peel vor allem wegen seiner seit Mitte der 90er speziell für den BFR produzierten Sendung bekannt. Allen, die diese Sendung gern hörten, ist das Buch allein wegen einer Stelle zu empfehlen: Peel erzählt, wie er von einer Radiofrau von FRC Husum (?) Post erhalten hatte ... naja, selber lesen. Sonnen kann sich der BFR auch in dem Peelschen Statement, dasss diese Sendung seine einzige echte Verbindung zur deutschen Radiolandschaft (gewesen) sei.
Das Buch ist auch in deutscher Übersetzung erhältlich.

Zöchling, Robert (1999): Postmodernes Roulette. Warum es sich nicht empfiehlt, auf "Null" zu setzen. Als Mitspieler im Casino der Warenwelt haben alternative Medien nichts zu gewinnen und alles zu verlieren. in: trend, 11/99.

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Auch wenn es hier um alternative Printmedien und nicht um Freies Radio geht, bietet der Autor eine lesens- und bedenkenswerte Auseinandersetzung zu Fragen der Marktorientierung von unabhängigen Medien. Eine seiner Thesen lautet: "Die Alternative zum Markt ist nicht die Marktlücke, sondern Öffentlichkeit."
[link zum Dokument]

autonome a.f.r.i.k.a.-gruppe (o. J.): Handbuch der Kommunikationsguerilla. Berlin & Göttingen. (ca. 1997)

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Praktische Handlungsanweisungen, Literatur- und Ideensammlung für den Umgang mit herrschenden Diskursen, aber auch Auseinandersetzung mit (neueren) linken Medientheorien. Freie Radios sind aber für die Autorinnen kein Ort für Kommunikationsguerilla, da sie schon 'ausgegliederte' Räume darstellen.

Lewis, Peter M./Booth, Jerry (1989): The Invisible Medium. Public, Commercial and Community Radio. London.

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... das Buch würde ich gern mal hier kurz besprechen. Wer mir das schicken kann, melde sich bitte über das Kontaktformular zum Update der Literaturliste. Danke!

Downing, John (1983): Radical Media. The political experience of alternative communication. Boston.

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Im Kontext der Diskussion von autonom fungierenden 'Sub-Medien' oft zitiertes Werk. 2000 gab es eine überarbeitete Neuausgabe des Titels mit anderem Untertitel, die nebenstehend abgebildet ist. Downing hat in der Folge mehrere andere Bücher im Kontext kritischer Medienforschung veröffentlicht.

Negt, Oskar/Kluge, Alexander (1974): Wertabstraktion und Gebrauchswert in den Zerfallsformen bürgerlicher Öffentlichkeit. In: Baacke, Dieter (Hrsg.): Kritische Medientheorien. Konzepte und Kommentare. München, 22-73.

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siehe darüber stehenden Eintrag

Negt, Oskar/Kluge, Alexander (1972): Öffentlichkeit und Erfahrung. Zur Organisationsanalyse von bürgerlicher und proletarischer Öffentlichkeit. Frankfurt am Main.

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Gegenöffentlichkeit ist so lange sinnlos, wie sie nur der verlorene Teil der bürgerlichen Öffentlichkeit ist und nicht zu einem eigenen Strukturprinzip gefunden hat, der sogenannten proletarischen Öffentlichkeit. Schließen als eine der wenigen eine Kritik der Warenform der Medien mit ein, verklären dabei jedoch die Rolle der Arbeiterklasse. Kondensiert findet sich das alles auch in darunter stehendem Aufsatz der beiden:

Enzensberger, Hans Magnus (1970): Baukasten zu einer Theorie der Medien. München.

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Unterscheidet zwischen einem (existierendem) "repressiven" und einem (anzustrebendem) "emanzipatorischen" Mediengebrauch. Fordert von den Intellektuellen, die Medien für die Aufklärung der Massen zu nutzen und geht damit weit hinter Benjamin, Brecht und Anders zurück (zur Kritik vgl. Baudrillard (1978)).

Habermas, Jürgen (1990): Strukturwandel der Öffentlichkeit. Untersuchungen zu einer Kategorie der bürgerlichen Gesellschaft. Frankfurt am Main. (orig. 1962)

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Zeigt u. a. die historische Parallelität der Verwandlung von Informationen zur Ware und dem Aufkommen von Objektivität als hypostasierter Eigenschaft derselben (vgl. S. 69ff).

Horkheimer, Max/Adorno, Theodor W.: Kulturindustrie. Aufklärung als Massenbetrug. In: Horkheimer, Max/Adorno, Theodor W. (Hrsg.): Dialektik der Aufklärung. Philosophische Fragmente. Frankfurt am Main 1988, 128-176. (orig. 1944)

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Strukturelle Chancenlosigkeit der Konsumenten gegenüber massenindustriell gefertigten Medienprodukten.

Benjamin, Walter (1966): Der Autor als Produzent. In: ders.: Versuche über Brecht. Frankfurt am Main. (orig. 1934)

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Tretjakow und Benjamin beschäftigen sich mit der Rolle des Autors in der Revolution, fordern statt einer Belieferung des Apparates eine Veränderung desselben. Die der Frage "Wie steht das Werk zu den Produktionsverhältnissen?" vorgehende ist: "Wie steht das Werk in den Produktionsverhältnissen?" (vgl. Brechts episches Theater).

Brecht, Bertolt (1975): Der Rundfunk als Kommunikationsapparat. In: ders.: Gesammelte Werke, Bd. 18. Frankfurt am Main. (orig. 1932)

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Aufruf zur Umgestaltung der Medien: von der Distribution zur Kommunikation. Der Klassiker.