4. Quartal 2010

zip-fm

Mitmachen beim Nachrichtenmagazin Freier Radios

„Und nun ohne Umschweife zur Sache“  - Was am 1. Juli 2002 ein kleiner Schnipsel in einem eher provisorischen Intro sein sollte hat sich mittlerweile ganz gut festgesetzt im Ohr der HörerInnen, als Eröffnung eines in die Jahre gekommenen Nachrichtenmagazins, aber vielleicht auch als Parole, fast als Motto des Magazins zip-fm. Mit einem kleinen aber bedeutenden Schönheitsfehler allerdings: So selbstbewußt der Einstieg in die Sendung daherkommt, so kritisch sieht es derzeit hinter den Kulissen aus.

Die MitarbeiterInnen der ersten Jahre entsinnen sich noch der bangen Frage: „Habe ich morgen genug Beiträge?“ Diese Seite des gemeinsamen, dezentralen Schaffens ist mittlerweile eher unkritisch geworden. Gewiss gibt es Stoßseufzer, dass schon wieder niemand den kurzprägnanten, hintergründigen und aktuellen Beitrag zur Demo gestern Abend gemacht hat. Kritisch bei zip-fm ist es jedoch an anderer Stelle: Die Sendung wird bekanntlich an täglich wechselnden Orten produziert. Dabei gibt es für manche Wochentage feste Gruppen, die sich intern absprechen. An anderen Tage dagegen wechseln sich Verantwortliche aus mehreren Städten nach einem bestimmten Schema ab. Und schließlich gibt es das Krisenmanagement, den Hilferuf in der Mailingliste: „Tag X ist noch vakant, wer kann einspringen?“

An dieser Stelle kommen wir als zip-fm nun in eigener Sache „ohne Umschweife“ daher: In den letzten Monaten klappte das Krisenmanagement noch so leidlich. Zwar fielen vereinzelt Sendungen aus, aber zip-fm lebt weiter. Allerdings ist ein kritischer Moment absehbar, ab dem aus einem regelmäßigen Nachrichtenmagazin ein Flickenteppich wird – unschön für die Radios, die zip-fm einen festen Sendeplatz eingeräumt haben und unschön für die Motivation der „zipperInnen“. Oder noch knapper: zip-fm sucht MitarbeiterInnen, die sich vorstellen können, beispielsweise einmal pro Monat eine Sendung redaktionell zusammenzustellen, zu moderieren und hochzuladen. zip-fm bietet dafür Mitarbeit in einer durchaus sympathischen Redaktion, die sich meist zweimal pro Jahr trifft, für Neulinge gibt es jeweils feste AnsprechpartnerInnen, die bei den ersten Sendungen mit Rat und Tat zur Seite stehen. „Ihr klingt so professionell“ wird uns bisweilen gesagt. (Wirklich?) Mag sein, aber interessanterweise klingen die Sendungen unserer „Neuen“ auch nicht anders. Vielleicht ist‘s ja das Konzept, das gut klingt? Was auch immer:

Hört rum in Euren Radios, erzählt weiter, dass zip-fm kriselt und meldet Euch, auch wenn ihr erstmal nur Genaueres erfahren wollt. Am besten über das Kontaktformular auf unserer Website http://www.zip-fm.net/. „Aufschwung, Aufschwung, das wäre es jetzt!“ Auch das ein Schnipsel aus dem Intro.