Gesetz zur Regulierung von Basisradios nimmt erste Hürde
(Buenos Aires, 6.Juni 2007, púlsar).- Mit den Stimmen des regierenden Parteienbündnisses Frente Amplio hat das Unterhaus des uruguayischen
Kongresses einen Gesetzesentwurf verabschiedet, der den Betrieb von
Basisradios regeln und legalisieren soll. Die Rechtsnorm wurde vom
Weltverband der Basis- und Communityradios AMARC (Asociación Mundial de
Radios Comunitarias) auf den Weg gebracht. Die Fraktion der Frente
Amplio machte deutlich, dass man nicht beabsichtige, die kommerziellen
Radios zu schädigen. Es ginge vielmehr darum, ein breiter gefächertes
Angebot zu schaffen, aus dem „der Bürger dann auswählt”.
Die Abgeordneten der Frente Amplio unterstrichen, dass es wichtig sei,
den Basissendern das “Recht auf Unterhalt” zu gewähren, auch wenn das
Gesetz nicht vorsehe, dass sie “gewinnorientiert” arbeiten. Die
Vertreter der konservativen Partido Blanco (Weiße Partei) stimmten gegen
das Gesetz. Der Abgeordnete Pablo Abdala meinte, dass „die geographische
Begrenzung der Basisradios nicht eindeutig festgelegt ist”. Er wies auch
darauf hin, dass „sie sich sogar mit Werbung finanzieren können”. Nach
der eingeschränkten Zustimmung im Abgeordnetenhaus muss das Gesetz nun
im Senat diskutiert werden.