Freie Radios in Sachsen erhalten in diesem Jahr erstmals eine geregelte Förderung

Drucken

Diesem Erfolg waren jahrelange Bemühungen hin zu der dazu notwendigen Gesetzesänderung vorausgegangen.
Seit der Novellierung des Sächsischen Privatrundfunk-Gesetzes im April 2015 gehört es zu den Aufgaben der Sächsischen Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (SLM), ColoRadio in Dresden, Radio T in Chemnitz und Radio BLAU in Leipzig zu fördern.

Zuvor erhielten die sächsischen Freien Radios wechselnde Unterstützungen, die seit 2010 nicht einmal mehr die Kosten für die UKW-Ausstrahlung deckten. Mit der Gesetzesänderung 2015 werden die Verbreitungskosten wieder vollständig von der SLM getragen. Knappe zwei weitere Jahre dauerte es, bis die SLM eine Förderrichtlinie erarbeitete, mit der sie Ziele und Rahmen der zukünftigen Förderung festschreibt. Neben den Kosten für die UKW-Ausstrahlung können Projekte und Maßnahmen finanziert werden, die der Vielfalt in den Radios und der Teilhabe am Programm zugute kommen. Auch die Schulung und Ausbildung der SendungsmacherInnen und Technik können gefördert werden. Dafür wurde im Haushalt der SLM ein Gesamtetat von 100.000 € für die drei Radios eingestellt.

 

Nach erfolgter Beantragung und der mündlichen Zusage der diesjährigen Zuwendungen wartet man in Chemnitz, Dresden und Leipzig immer noch auf die notwendigen Förderbescheide, die wohl leider erst nach der Beantragung der Förderung für das nächste Jahr eingehen werden. Das ist in sofern unglücklich, dass keine Möglichkeit besteht, herrschende Unsicherheiten aus diesem für das nächste Jahr zu vermeiden. Die Einrichtung eines "Runden Tisches" zum Thema NKL-Förderung gibt den Freien Radios die Möglichkeit, mit Vertreter*innen der Versammlung und des Medienrates über Förderhöhe und die genaue Ausrichtung der Förderrichtlinie zu diskutieren und soll jährlich zweimal zusammentreffen.