Bundesverband Freier Radios

Aktuell


aktualisierte BFR-Webseiten:
Welche Seiten wurden in den letzten Tagen ergänzt oder aktualisiert?

Veränderte Seiten der letzten
Tage jetzt

lest auch die laufend aktuellen Meldungen über Community-Radios in Lateinamerika


neue Meldung eingeben:
Login (Passwort nötig)


BFR - Startseite
BFR - Service

Letzte Meldungen

 
Donnerstag, d. 15. Juli 2010

Kongress Freier Radios 2010 diesmal in Leipzig

Radio blau lädt alle RadiomacherInnen Freier Radios zum diesjährigen Kongress Freier Radios nach Leipzig ein. Unterstützt vom Bundesverband Freier Radios findet der Kongress diesmal vom 29. bis 31. Oktober statt. Es wird Diskussionrunden, Workshops und Arbeitsgruppen zur Situation Freier Radios geben. Bitte plant den Termin fest ein! Weitere Infos erfolgen bis spätestens Mitte September auf der Webseite von Radio blau.

Dienstag, d. 19. Januar 2010

Vorwürfe gegen Nachwuchsjournalistinnen aus Rostock teilweise entkräftet

BFR fordert erneut Untersuchung zur Einschränkung der Presse- und Kommunikationsfreiheit zum UN-Gipfel COP15 in Kopenhagen

Die Forderungen der dänischen Staatsanwaltschaft hohe Haftstrafen gegen zwei deutsche Reporterinnen aus Rostock zu verhängen, sind heute Vormittag vor dem Amtsgericht Kopenhagen abgelehnt worden. Eine der beiden 23jährigen Frauen, die beschuldigt wurde im Dezember einen Beamten mit der Faust geschlagen zu haben, wurde freigesprochen. Der Anderen, der ein Befreiungsversuch ihrer Kollegin vorgeworfen wird, wurde das von der Staatsanwaltschaft beantragte Strafmaß deutlich auf zehn Tage Haft reduziert. Ihre im Dezember bereits verbüßte Untersuchungshaft ist hier aufgerechnet worden, so dass beide den Gerichtssaal heute freien Fußes verlassen konnten. Ein für beide beantragtes 5jähriges Einreiseverbot nach Dänemark lehnte das Gericht ebenfalls ab.

Die beiden Reporterinnen waren für den Bundesverband Freier Radios (BFR) während des UN-Klimagipfels in Kopenhagen tätig und am 13. Dezember 2009 in Ausübung ihrer Tätigkeit am Rande einer Demonstration festgenommen worden. Anschließend mussten sie bis kurz vor Weihnachten in Haft verbleiben. Zu der Festnahme kam es, als auch zahlreiche andere Medienvertreter von der Polizei zurückgedrängt und an der Berichterstattung gehindert wurden. „Wir freuen uns, dass zumindest eine der Beiden freigesprochen wurde. Die dänische Polizei verdreht mit ihren Anschuldigungen gegen meine Kolleginnen die Tatsachen", so Falk Schlegel vom BFR, der heute als Augenzeuge der Verhaftung vor Gericht aussagte. Zwei der vier in den Vorfall verwickelten Beamten hatten dort widersprüchliche Aussagen über den angeblichen Tathergang gemacht.

Der Bundesverband Freier Radios begrüßte deshalb das Urteil in einem Fall. Es bestätigte damit auch die internationale Kritik am harten Vorgehen der Polizei gegen die Protestierenden in Kopenhagen und die bereits vom BFR scharf verurteilte massive Einschränkung der Presse- und Kommunikationsfreiheit während des Gipfels. Der Verband fordert deshalb die Verantwortlichen und die dänische Öffentlichkeit erneut zu einer offiziellen Untersuchung auf.

Im Fall des Urteils bezüglich des Befreiungsversuches zeigt der BFR zudem deutliches Befremden. „Gegenteilige Aussagen und Hinweise auf die Unschuld wurden nicht hinreichend gewürdigt“, so Falk Schlegel. Zurzeit bleibt allerdings noch unklar, ob Staatsanwaltschaft oder der Rechtsanwalt der Beschuldigten in Berufung gehen werden. Für eine Entscheidung dazu bestehen jetzt zwei Wochen Zeit.

Download: Pressemitteilung als pdf

Dienstag, d. 22. Dezember 2009

Nachwuchsjournalistinnen aus Rostock frei

Bundesverband Freier Radios (BFR) fordert Untersuchung der Einschränkung der Presse- und Kommunikationsfreiheit zum UN-Gipfel COP15 in Kopenhagen

Am Sonntag, den 13.12.09 waren beim UN-Klimagipfel COP15 zwei deutsche Reporterinnen aus Rostock während ihrer Arbeit festgenommen worden. Die beiden Frauen waren für den Bundesverband der Freien Radios (BFR) tätig. Zu der Festnahme kam es, als während einer Demonstration im Hafen von Kopenhagen zahlreiche Medienvertreter zurückgedrängt und an der Berichterstattung gehindert wurden. Eine der beiden Verhafteten wurde bei Filmaufnahmen ins Gesicht geschlagen. Mittlerweile ist der kurze Videoclip im Internet zu sehen.

Die Polizei wirft einer Reporterin einen Faustschlag gegen einen Beamten und der Anderen einen Befreiungsversuch vor. "Die dänischen Behörden verdrehen mit ihrer Anschuldigung gegen meine Kolleginnen die Tatsachen. Beides entbehrt jeglicher Grundlage", so der am Ort des Geschehens anwesende Falk Schlegel für den BFR. „Wir freuen uns, dass die Kolleginnen endlich freikommen und Weihnachten im Kreis ihrer Verwandten und Bekannten verbringen können. Dass die Beschuldigungen Aufrecht erhalten werden, ist jedoch kein gutes Zeichen, denn sie entsprechen nicht der Wahrheit.“

Für Prof. Dr. John D. H. Downing, Direktor des renommierten Global Media Research Center an der Southern Illinois University Carbondale (USA), stellen die Aufnahmen „eine ernsthafte Attacke auf die freie Presse dar und das dänische Polizeiverhalten in ein schlechtes Licht“.

Im Video wird eine der beiden Kolleginnen ins Gesicht geschlagen (2mn:06s). Sie sagt auf englisch folgendes: „Au! Eh! Ich bin gerade geschlagen worden. Beruhigung! Ich mache hier Filmaufnahmen.“ Die Verhaftung fand nicht direkt im Anschluss an die im Video gezeigte Situation statt. Es dauerte ca. 2 Minuten bis zur Verhaftung aus einer ruhigeren Situation.

Der BFR verurteilt die massive Einschränkung der Presse- und Kommunikationsfreiheit während des UN-Klimagipfels COP15 scharf und fordert die Verantwortlichen und die dänische Öffentlichkeit zu einer offiziellen Untersuchung auf. Insbesondere die unabhängige und alternative Berichterstattung durch freie Pressevertreter_innen wurde behindert. Der BFR verlangte bereits am 15. Dezember 2009 die sofortige Freilassung der Kolleginnen. Heute Mittag um 14.00 Uhr sind die beiden 23jährigen Frauen nach neun Tagen aus der Untersuchungshaft entlassen worden. Beiden geht es den Umständen entsprechend gut. Ein Verhandlungstermin am 19. Januar 2010 wird auch vom BFR aufmerksam verfolgt werden.

Dienstag, d. 15. Dezember 2009

Klimagipfel - Massiver Angriff auf die Pressefreiheit

Bundesverband Freier Radios fordert Freilassung von Nachwuchsjournalistinnen

Während einer Demonstration im Hafen von Kopenhagen am Sonntag den 13. Dezember 2010 verhaftete die dänische Polizei zwei deutsche Reporterinnen aus Rostock während ihrer Arbeit. Die beiden 23jährigen Frauen waren für den Bundesverband der Freien Radios (BFR) tätig. Der Verband verurteilt diese massive Einschränkung der Pressefreiheit scharf und fordert die umgehende Freilassung der beiden Kolleginnen.

Zu der Festnahme kam es am Rande der Demonstration, als die dänische Polizei diese gerade auflöste. Zahlreiche Medienvertreter wurden dabei zurückgedrängt und an der Berichterstattung gehindert. Eine der beiden Verhafteten wurde bei Filmaufnahmen ins Gesicht geschlagen. Ihre Aufnahmen konnte sie einem Kollegen kurz vor ihrer Festnahme zukommen lassen. Mittlerweile ist der kurze Videoclip im Internet zu sehen.

Die Polizei wirft den Nachwuchsjournalistinnen einen tätlichen Angriff auf einen Beamten und einen Befreiungsversuch vor. "Die dänischen Behörden verdrehen mit ihrer Anschuldigung gegen meine Kolleginnen die Tatsachen. Beides entbehrt jeglicher Grundlage", so der vor Ort anwesende Falk Schlegel vom BFR. Der Haftprüfungstermin am Montag Morgen ergab eine befristete Untersuchungshaft bis zum 23. Dezember 2009. Die Richterin urteilte dabei, dass die Anschuldigungen nicht so schwer wiegen würden, um eine von der Staatsanwaltschaft geforderte längere Untersuchungshaft von 30 Tagen zu rechtfertigen. Der wesentliche Grund für die weitere Inhaftierung bestehe darin eine Abschiebung durchführen zu können.

Für Nachfragen und weitere Informationen:

Falk Schlegel, zurzeit in Kopenhagen +49 179 4541728

Donnerstag, 19. November 2009

BFR fordert dauerhafte Absicherung der Freien Radios in Sachsen

Die Mitgliederversammlung des BFR hat auf ihrem diesjährigen Kongress in Marburg (23.-25.Oktober 2009) die Verantwortlichen dazu aufgerufen, eine dauerhafte Absicherung der Freien Radios in Sachsen zu gewährleisten.

Hintergrund ist das drohende Aus für coloRadio in Dresden, Radio T in Chemnitz und Radio Blau in Leipzig zum Beginn nächsten Jahres. Sachsen sieht als einziges Bundesland die Übernahme der mehrere zehntausend Euro umfassenden Sende- und Leitungskosten durch privat-kommerzielle Radios vor. Im Oktober hatten diese jedoch alle Verträge zum Ende des Jahres gekündigt. Die Freien Radios sehen sich nicht in der Lage diese Kosten zu übernehmen.

Inzwischen hat auch das Community Media Forum Europe (CMFE) die Forderungen des BFR aufgegriffen und fordert ebenfalls den Erhalt der Freien Radios in Sachsen.

Unterdessen haben die Radios verschieden Aktionen gestartet und sammeln online Unterschriften. Ein ausführliches Dossier zum Thema und weitere Informationen zu den Aktionen und den e-Petitionen finden sich auf der Kampagnenseite der sächsischen Radios.

Mittwoch, 7. Oktober 2009

Rundbrief Freier Radios - Neue Ausgabe mit Infos, Terminen und Hintergrundberichten erschienen

Aktuelle Infos aus und über die Freie Radioszene wurden wieder im aktuellen Rundbrief des Bundesverbandes Freier Radios (BFR) zusammengetragen, der auch wieder online gelesen werden kann.

Thematisch geht es in dieser Ausgabe um den bevorstehenden Kongress Freier Radios in Marburg, die drohende Finanzierungslücke bei den Freien Radios in Sachsen, das Projekt Herbstradio in Berlin, einen Nachruf auf den Radioaktivisten Thomas Kupfer, die bevorstehende CivilMedia in Salzburg, ein neues Onlineprojekt zum Nachrichtenaustausch, ein neues freies Redaktionssystem, Radioaktionen zum Thema Klima & Welthandel und schließlich ein urban-akustisches Workshopwochenende.

Ältere Rundbrief-Ausgaben gibt es im Archiv.

Dienstag, 29. September 2009

BFR lädt zum Kongress Freier Radios nach Marburg

Der alljährliche Kongress Freier Radios, veranstaltet vom Bundesverband Freier Radios, findet in diesem Jahr vom 23. bis 25. Oktober 2009 in Marburg statt. Das gastgebende Radio Unerhört erwartet Gäste aus den Freien Radios in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Für weitere Informationen zum Kongress wurde ein Wiki eingerichtet, in der sich neben der Übersicht zum Programm auch die Pläne zur Anfahrt und zu den Veranstaltungsorten findet. Dort ist auch möglich sich anzumelden, eventuelle Mitfahrgelegenheiten zu organisieren, Vorschläge für Arbeitsgruppen zu machen und noch einiges mehr.

Neben den Open Space-Gesprächen und -Diskussionen und der BFR-Mitgliederversammlung wird es auch Workshops und Arbeitsgruppentreffen geben.

Am Samstagabend wird eine öffentliche Diskussionsrunde zum Thema: "Interkulturelles Radio 2.0 - Mehr als muttersprachliche Nischen?" stattfinden.

Alle Infos hier: http://radio-rum.de/bfr-wiki/index.php/Hauptseite

Dienstag, 4. August 2009

Freie Radiobewegung trauert um Thomas Kupfer

Der Mitgründer und langjährige Geschäftsführer von Radio CORAX (Halle/Saale) starb 45jährig plötzlich und unerwartet am vergangenen Sonntag.

In den vergangenen Jahren engagierte sich Thomas Kupfer medienpolitisch stark für die Einrichtung, Etablierung und Förderung von Community Medien in Deutschland und Europa. Im Bundesverband Freier Radios (BFR) initiierte und förderte er konzeptionelle und strategische Debatten über die Perspektiven emanzipatorischer Radioarbeit und die Verbesserung von Koordination und Vernetzung der Freien Radios. Er bereicherte die Arbeit des BFR immer wieder durch seine medienpolitische Sachkenntnis und durch zahlreiche Anregungen.

Als Gründungsmitglied des Community Media Forum Europe (CMFE) trug er wesentlich dazu bei, dass nichtkommerzielle gemeinnützige alternative Medien vom Europäischen Parlament und vom Europarat seit einigen Monaten als Dritte Säule der Rundfunklandschaft anerkannt werden.

Der Zugang zu und die Schaffung von selbstbestimmten, kritischen Medien war für Thomas Kupfer schon lange zentrales Anliegen seiner politischen Arbeit. Er war 1989 Mitbegründer der oppositionellen Initiative für eine Vereinigte Linke in der DDR und engagierte sich an den lokalen und regionalen Runden Tischen in Halle.

Wir erinnern uns an Thomas Kupfer als lebensfrohen Menschen, der den Kopf stets voller Pläne und Ideen hatte.

Das Ableben von Thomas Kupfer ist für uns noch nicht fassbar und reißt für die freie Radiobewegung eine Lücke, die nicht zu füllen scheint.

Wir trauern mit Angehörigen, FreundInnen und GenossInnen und werden Thomas schmerzlich vermissen.

Bundesverband Freier Radios

Mittwoch, 4. Februar 2009

Debatte, Weiterbildung und Networking rund um Freie Radios

Die Linke Medienakademie [LiMA] in Berlin bietet in diesem Jahr Anfang März erstmals Kurse für Aktive und Interessierte aus dem Bereich der Freien Radios an. Das Themenspektrum reicht von Diskussionen über „Freies Radio 2.0 – Alternative Radiopraxis im Internetzeitalter“ über Einführungskurse wie „Einstieg in die Radiopraxis“ bis hin zu Workshops wie „Recherche im Freien Radio“.

Das Programm „LiMA radio“ entstand in Zusammenarbeit mit dem Bundesverband Freier Radios (BFR). Die Dozentinnen und Dozenten bringen langjährige Praxis in der freien Radioarbeit mit. Es sprechen unter anderem Medienschaffende von Radio CORAX (Halle/Saale) und der Radiokampagne Berlin. Der Workshop „Infrastruktur auf dem Feld“ beispielsweise stützt sich auf Erfahrungen aus der Live-Berichterstattung aus dem Radio Forum anlässlich des G8-Gipfels in Heiligendamm 2007.

Auf der Linken Medienakademie werden unter dem Motto „Debatte, Networking und Weiterbildung“ 120 Veranstaltungen mit mehr als 85 Referentinnen und Referenten angeboten. Am 5. März eröffnet LiMA campus, das Angebot für Schüler und Studierende, das Programm. Vom 6. bis 8. März 2009 folgt die Linke Medienakademie. Die Veranstalter erwarten mehrere hundert Teilnehmende. Als Medienpartner unterstützen die Tageszeitungen „Neues Deutschland“ und „taz“ das Projekt.

6. Akademie für linke Medienmacherinnen und –macher vom 5. bis 8. März 2009 Tagungszentrum Franz-Mehring-Platz, Franz-Mehring-Platz 1, 10243 Berlin

Informationen zur Linken Medienakademie und Anmeldung: www.linke-medienakademie.de

Kontakte für Nachfragen:

beim Bundesverband Freier Radios (BFR), Steffen Käthner, Tel. 06421/68 32 65, Mail: bfr@freie-radios.de

Freitag, 7. November 2008

BFR fordert Erhalt von Radio Flora

Der Bundesverband Freier Radios (BFR) protestiert gegen die Entscheidung der NLM, dem Hannoveraner Freien Radio Radio Flora eine weitere Sendelizenz nach dem 31.03.2009 zu verweigern.

Unter dem Vorwand mangelnder Akzeptanz des Programms wird ein selbstorganisierter, zugangsoffener und demokratisch strukturierter Programmveranstalter vom Äther genommen. Stattdessen dokumentiert die Entscheidung der NLM, die Sendelizenz einer „106,5 Rundfunkgesellschaft gGmbH“ zu erteilen, dass im niedersächsischen Modell des Bürgerfunks gesellschaftskritische Stimmen und offener Zugang für gesellschaftlich Benachteiligte, souveräner Medienzugang für Minderheiten und Subkulturen nicht erwünscht sind.

Kriterien wie "professionell" und "reformorientiert", mit denen die NLM-Versammlung ihre Entscheidung begründet, bilden keine Basis für zugangsoffenen kritischen Gesellschaftsfunk. Nicht zuletzt bedeutet die Entscheidung der NLM auch den Verlust medialer Ausdrucks- und Kommunkationsmöglichkeiten für zahlreiche HannoveranerInnen mit nichtdeutscher Muttersprache.

Radio Flora hat über viele Jahre bewiesen, welche Programmvielfalt und -qualität mit begrenzten Ressourcen zu leisten ist. Diese Leistungen wurden im übrigen auch von VertreterInnen der NLM immer wieder anerkannt.

Dass für die Sendetätigkeit von Radio Flora ein gesellschaftliches Bedürfnis in Hannover vorhanden ist, beweisen nicht nur 5.500 gesammelte Unterschriften und über 140 neue Vereinsmitglieder.

Es ist uns nicht nachvollziehbar, wie die NLM zu dem Ergebnis kommen konnte, dass der Mitbewerber demgegenüber "die größere Vielfalt der Meinungen im Programm" gewährleisten könne.

Wir protestieren scharf gegen die Verfahrensweise der NLM und fordern eine Revision der Lizenzentscheidung.

Radio Flora ist Gründungsmitglied des BFR und war 1994 Ausrichter des ersten BFR-Kongresses, auf dem der Bundesverband Freier Radios seine Charta beschloss. In dieser Charta fordert der BFR: "Jedes Freie Radio hat das Recht auf eine eigene lokale Frequenz".

In diesem Sinne unterstützen wir Radio Flora in seinem Bestreben, auch nach dem 31.03.2009 ein freies, nichtkommerzielles, zugangsoffenes und gesellschaftskritisches Radioprogramm zu gestalten.

Montag, 11. August 2008

BFR-Rundbrief Sommer-/Herbstausgabe 2008

Aktuelles von den Freien Radios ist wieder im neuen BFR-Rundbrief nachzulesen. Er liegt in den Mitgliedsradios aus und kann auch online als pdf-Datei gelesen werden.

Themen 3. Quartal 2008:

*Zensur bei Flora - Offener Brief des BFR

* CampRadio Hamburg - Aktionen zum Klima- und AntiRa-Camp

* G8 Radioforum Japan - Interview mit Viviana die vor Ort war

* DAB vs. Freie Radios - Proteste in Chemnitz

* 15 Jahre Wartezeit - Lizenz für coloRadio in Dresden

* Nachruf - Manfred Huck gestorben

* Fragebogen „Wie furchtbar ist Radio in Deiner Stadt“

* Radiocamp 2008 - ein persönlicher Rückblick

* RaDialoge 08 - Wie war's auf dem Interkulturellen Radiofestival?

* Radioinitiative Seefunk - Projekt im Lausitzer Braunkohlerevier

* Nach Beschlagnahmung - FSK fordert Daten zurück

* Meldungen - Aktuelles aus der Welt der Freien Radios

Eine Textversion, z. B. für Text-to-Speech-Programme für Blinde und das Rundbrief-Archiv, gibt es unter http://www.freie-radios.de/rundbrief

Montag, 14. Juli 2008

Zensur bei Radio Flora - OFFENER BRIEF an den Vorstand von Radio Flora

Der Bundesverband Freier Radios (BFR) registriert mit äußerstem Befremden die Vorgänge im Hannoveraner Mitgliedsradio Radio Flora. Nach den uns vorliegenden Informationen werden gegenwärtig die Statuten, auf deren Basis Radio Flora Mitglied im BFR ist, ausgehebelt, die basisdemokratische Selbstverwaltung in Frage gestellt und die Rechte von MitarbeiterInnen unterlaufen.

Konkret wenden wir uns gegen das Absetzen einer Sendung der Redaktion International, deren Veröffentlichung auf dem regulären Sendeplatz am 7. Juli 2008 um 18:05 Uhr von der Programmleitung verhindert wurde. Ein Radiofeature, das über die Hintergründe und Konsequenzen der Umwandlung des selbst verwalteten Senders in eine gemeinnützige GmbH berichten sollte, war unterbrochen und durch Musikeinspielung ersetzt worden. Erst auf einem offenen Sendeplatz am 8. Juli 2008 wurde die Ausstrahlung schließlich ermöglicht.

Wir fordern, dass die Diskussion und Auseinandersetzung über die Ausrichtung eines Freien Radios offen und fair geführt wird. Diese muss für alle, HörerInnen und MitmacherInnen, transparent sein. Deshalb verlangen wir, dass die am Montag, den 14. Juli 2008 von der Redaktion International geplante Studiodiskussion zu diesem Thema stattfinden kann.

Die bisherigen Maßnahmen gegen die Redaktion International scheinen uns unvereinbar mit den Grundsätzen Freier Radios. Die Mitgliedsradios des BFR verpflichten sich, Personen und Gruppen gemäß ihrer Redaktionsstatuten die Möglichkeit zur unzensierten Meinungsäußerung und Informationsvermittlung zu geben. Vor diesem Hintergrund sehen wir die Zensur von selbstkritischen Sendungen einer regulär sendenden Redaktion auch als Verletzung der Meinungs- und Pressefreiheit.

Wir protestieren scharf gegen die Verfahrensweise und fordern die Verantwortlichen nachdrücklich auf, weitere Versuche zu unterlassen, die publizistische Freiheit kritischer MitarbeiterInnen einzuschränken.

Besonders verwundert uns, dass gerade eine Sendung abgesetzt wurde, die sich kritisch mit der Rolle der Aufsichtsbehörde die Niedersächsische Landesmedienanstalt (NLM) auseinandersetzt. Hintergrund dieser Vorgänge ist anscheinend die Politik der NLM, die Radio Flora die Verlängerung der Sendelizenz im Vorjahr unter dem Vorwand mangelnder Akzeptanz des Programms verweigert hatte. Demokratische Strukturen und kritische Positionen werden von einigen MitarbeiterInnen von Radio Flora nun offenbar als "Entwicklungshemmnisse" betrachtet, die vor einer Neulizenzierung beseitigt werden sollen.

Quotenorientierung und Anpassung am Mainstream kann nicht Basis eines gesellschaftlich emanzipatorischen Hörfunkprogramms sein.

Der Bundesverband Freier Radios unterstützt die Forderung, Radio Flora als Freies Radio zu erhalten.

Steffen Käthner (Vorstand)

Das angesprochene Feature ist zu finden:

- als Text: http://ak-regionalgeschichte.de/html/die_kampagne.html

- als Sendung: http://www.freie-radios.net/portal/content.php?id=23179

Montag, 12. Mai 2008

BFR-Rundbrief - Sommerausgabe 2008 erschienen

Die Freien Radios melden sich alle drei Monate auch per Rundbrief zu Wort. Die aktuelle Ausgabe des Bundesverbandes Freier Radios (BFR) ist nun erschienen. Er liegt in Freien Radios aus und ist auch online als pdf-Datei (790 kB) nachzulesen.

Themen dieser Ausgabe:

* RaDialoge 2008 - Interkulturelles Radio-Festival in Zürich

* Workshops auf dem RadioCamp am Bodensee

* BFR fordert Beteiligung an bundesweiten Digitalfrequenzen

* Erste Eindrücke von der aktuellen BFR-Infotour

* freie-radios.net - Hintergründe zum Audioportal

* Europäische Medienorganisationen vorgestellt: AMARC Europe & CMFE

* Appetite for Transmission - Die Zukunft Freier Radios

* Fussball im Freien Radio

* Talk about it - Eine Bilanz

Montag, 28. April 2008

BFR fordert Beteiligung an bundesweiten Digitalfrequenzen

Spätestens seit der Internationalen Wellenkonferenz 2006 in Genf steht der Umgestaltung und Digitalisierung des terrestrischen, analogen Hörfunk nichts mehr im Weg. Dennoch sind über den Weg der Umsetzung noch viele Fragen offen. Deshalb versuchen die zuständigen Landesmedienanstalten gegenwärtig den Bedarf für digitalen Hörfunk zu ermitteln. Das betrifft auch die bundesweite Hörfunk-Verbreitung. Bisher darf in ganz Deutschland nur das öffentlichrechtliche Deutschlandradio mit seinen beiden Programmen senden. Seit Jahren erheben auch privatkommerzielle Anbieter Ansprüche auf bundesweite Lizenzen und fordern die Zulassung deutschlandweiter Privatradios. Auch der Bundesverband Freier Radios (BFR) hat nun sein Interesse an der Nutzung digitaler terrestrischer Übertragungskapazitäten für ein bundesweites und länderübergreifendes Hörfunkangebot signalisiert.

Als Antwort eines Call of Interest der Arbeitsgemeinschaft der Landesmedienanstalten (ALM) hat der BFR sich Ende April 2008 entsprechend geäußert:

"Trotz unserer Kritik an der bisherigen und der geplanten Digitalisierung des Hörfunk, halten wir es für dringend notwendig, der dritten Säule der Radiolandschaft auch bundesweit einen gleichwertigen Zugang zu Übertragungskapazitäten zu ermöglichen.

Unabhängig von der Verbreitungsart sind Freie Radios ein notwendiger Bestandteil der deutschen Radiolandschaft und fördern die Programmvielfalt in ganz besonderem Maße. Unabhängige Berichterstattung, Förderung der Meinungsvielfalt und die Beteiligung von marginalisierten und benachteiligten Gruppen gehören zu den Grundsätzen Freier Radios. Freie Radios sind dabei vorrangig Programmanbieter und nicht in erster Linie medienpädagogische Projekte. Interesse an Freien Radios gibt es deutschlandweit. Allerdings ist das noch nicht in allen Bundesländern verwirklicht. Daher gibt es Bedarf an einer bundesweiten Lizenz. Als nichtkommerzielle und unabhängige Medien übernehmen Freie Radios öffentliche Aufgaben und werden deshalb auch in vielen Bundesländern öffentlich gefördert. Mit der Teilnahme an einem bundesweiten Hörfunkangebot bedarf es auch auf dieser Ebene einer öffentlichen Förderung. Zum einen sollten Sender- und Leitungsgebühren auch im digitalen Zeitalter von den Rundfunkgebühren erstattet werden, denn Finanzierung durch Werbung widerspricht den Grundsätzen Freier Radios. Zum anderen sollten die Betriebs- und Produktionskosten aus dem öffentlichen Rundfunkgebührenaufkommen bezuschusst werden.

In der Frage des Übertragungsstandard sehen wir alle bisherigen Versuche, vor allem den den DAB-Standard, als gescheitert an und sprechen uns nicht explizit für eine der bisher diskutierten Techniken aus. In diesem Zusammenhang verweisen wir auf unsere Stellungnahme vom Juni 2001."


Montag, 11. Februar 2008

BFR-Rundbrief - Frühjahrsausgabe erschienen

Was sich bei den Freien Radios so tut, gibt es ab sofort wieder im neuen Rundbrief des Bundesverbandes Freier Radios (BFR) zu lesen. Er liegt in den Mitgliedsradios aus und ist auch online verfügbar. Ab sofort zusätzlich auch als reine Textversion für Text-to-Speach-Programme, die es auch Blinden ermöglicht den Rundbrief zu nutzen.

Themen dieser Ausgabe:

- Woche Freier Radios in Berlin

- Ausbildung im Freien Radio

- Neuerungen bei freie-radios.net

- Wann ist ein Archiv ein Archiv?

- Radiocamp am Bodensee

- Radiofestival Zürich

- KlimaAktionsCamp

- Hörspielwettbewerb

- Neuer Bundesverband Bürger- und Ausbildungsmedien

- Aktuelle Meldungen

Montag, 11. Februar 2008

DAB - ein Misserfolg

Nach 180 Millionen Euro ist Schluss. Die Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) hat die Notbremse gezogen und bezeichnet den DAB-Standard als gescheitert.

Mit dieser Erkenntnis kommt sie sieben Jahre später als der Bundesverband Freier Radios. Bereits 2001 hatte sich der BFR gegen die Einführung von DAB zur Digitalisierung des Hörfunks ausgesprochen. Inzwischen wird die ARD allein 132,1 Mio. Euro und das Deutschlandradio 47,4 Mio. Euro bis Ende der Gebührenperiode 2008 ausgegeben haben. Und das für einen Standard der, laut jüngstem KEF-Bericht „von den Zuhörerinnen und Zuhörern nicht in ausreichendem Maße akzeptiert worden ist“. Dementsprechend soll der Anteil der Öffentlich-Rechtlichen um satte 90 % gekürzt werden.

Geplant war ursprünglich mit DAB die UKW-Hörfunklandschaft abzubilden. Doch dieser Ansatz sei nicht mehr leistbar, so die KEF, auch vor dem Hintergrund neuerer technischer Entwicklungen. Zudem werden der UKW-Hörfunk nach wie vor von der Bevölkerung intensiv genutzt, und eine Abschaltung dieses Systems sei nicht absehbar. Völlig überrascht zeigte sich von dieser Erkenntnis nicht nur ARD und D-Radio, sondern auch die privat-kommerzielle DAB-Lobby. Die hält an dem künftigen Standard DAB+ fest und warnt nun schon vor einem Durcheinander bei der Entwicklung des digitalen Radios in Deutschland. Für die Öffentlich-Rechtlichen bleiben künftig immerhin noch 42 Mio. Euro für einen Neustart und neue Visionen.

Vielleicht studieren die Verantwortlichen bis dahin den 25-Punkte-Katalog des BFR. Der ist auch nach sieben Jahren eine hochaktuelle Lektüre und nachzulesen im Internet auf der Seite:

http://www.freie-radios.de/bfr/dab.htm

Montag, 11. Februar 2008

Konkurenz für Radio Flora

Radio Flora in Hannover muss sich im Zuge der Neulizenzierung an zwei Mitbewerbern messen lassen. Mit dem Ende der Ausschreibungsfrist Mitte Dezember beginnt nun die entscheidende Runde über das weitere Schicksal des Radios. Die bisherige Lizenz endet offiziell im März 2009. Ob Radio Flora sie weiterführen darf, entscheidet noch im Frühjahr die zuständige niedersächsische Landesmedienanstalt (NLM). Vorrausgesetzt die Bewerber einigen sich nicht untereinander.

Die NLM hatte im vergangenen Jahr entschieden, Radio Flora als einzigem nichtkommerziellen Sender des Landes die Lizenz nicht weiter automatisch zu verlängern. Als Begründung wurden zu geringe Einschaltzahlen angeführt. Als Grundlage diente eine umstrittene Reichweitenumfrage.

Radio Flora hatte dennoch mit einer umfassenden Programmreform reagiert. Grüne, DGB, SPD und Hannovers Oberbürgermeister hatten sich damals öffentlich für eine Weiterlizenzsierung ausgesprochen. All dies konnte die NLM jedoch nicht vor ihrer Entscheidung abbringen. Mit dem Verlust der Lizenz würden nicht nur ca. 400 freiwillige MitarbeiterInnen und 560 Mitglieder ihren Vereinszweck verlieren, sondern auch 26 Arbeit-nehmerInnen, darunter 9 Auszubildende und ein Volontär, ihre Arbeits- und Ausbildungsplätze. Radio Flora sendet seit 1997 und ist jahrelanges BFR-Mitglied.

Montag, 11. Februar 2008

Radio T jetzt auch per Livestream

Das Chemnitzer Radio T hat sich und seinen HörerInnen ein praktisches Weihnachtsgeschenk gemacht, wie auf ihrer Webseite nachzulesen ist: „Unser kleines Geschenk an Euch heißt Stream. Ab 24.12.2007 senden wir nun auch offiziell ins große, weite Netz. Insbesondere die Chemnitzer im Exil haben uns immer wieder gemahnt, „hier mal den Kontakt nicht vollkommen abreißen zu lassen“. Wir beteiligen uns also an der Aufrechterhaltung des Heimatgefühls und der Außendarstellung unserer wunderbaren Kulturszene und hoffen dafür früher oder später den Großen Chemnitzer Verdienstorden mit versteinerten Eichenlaub zu kassieren, wenn alle Abgewanderten reumütig zurückkommen und den Chemnitzer Fachkräftemangel beheben.“ Reinhören könnt ihr in den ogg-Stream unter www.radiot.de

Montag, 11. Februar 2008

RDL Spendenaktion erfolgreich

Das drohende Aus für Radio Dreyeckland ist vorerst abgewendet. Die seit Oktober laufende Spendenkampagne „500 x 50 Euro“ wurde Ende Dezember erfolgreich beendet. Mehr als 300 Einzelpersonen und Gruppen haben die benötigten 25.000 Euro um einige hundert Euro überboten. „Klasse Solidarität stellt LfK-Erpressung ins Abseits“ heißt es dazu auf der Webseite von RDL. Gemeint ist damit die Politik der zuständigen Landesmedienanstalt LfK gegenüber RDL (siehe auch BFR-Rundbrief 4.Quartal 2007). Mit den Spendengeldern kann nun der Sendebetrieb aufrechterhalten werden, eine Entwarnung ist das jedoch noch nicht: „Da das Jahr 2008 gleichfalls die volle und gesteigerte Brutalität der langjährigen Unterfinanzierung bei den Mitteln aus der Rundfunkgebühr bringen wird, ist RDL weiterhin auf breiteste Solidarität angewiesen.“ Mehr Infos dazu auf www.rdl.de

Montag, 11. Februar 2008

Radiocamp am Bodensee 2008

Am Bodensee gibt es einmal im Jahr ein Camp, das seit nunmehr 13 Jahren freie-Radioaktive zum kreativ werden, zum lernen, zum plaudern / Kontakte knüpfen und produzieren einlädt: das Radiocamp auf dem DGB-Gelände in Markelfingen.

Vom 14. bis 18. Mai 2008 werden unterschiedlichste Radioworkshops angeboten: ob nun redaktionell, technisch und theoretisch interessiert, neues zu Erfahren gibt’s immer. Und da die Workshops dann noch mit kulturellem Programm, von verschiedenen Freizeitaktivitäten und wunderschöner Umgebung umschmückt sind, wird nicht nur die Wissbegier von Radio-Neulingen und Radio-Fortgeschrittene gestillt, auch das Kontakteknüpfen, neue Leute kennen lernen, Spaß haben und ernsthaften Diskussionen führen kommt nicht zu kurz.

Ab Anfang/Mitte März ist das Workshop-Programm sowie die Anmeldemöglichkeit im Internet zu finden.

ältere Meldungen..

Weitere Meldungen befinden sich auf der nächsten Seite.

BFR-Startseite

 


Bundesverband Freier Radios e.V.
Startseite: www.freie-radios.de
e-mail: bfr@freie-radios.de